Der Polterabend: Scherben bringen Glück

Zerbrochenes Porzellan, lautes Getöse und das kurz vor Hochzeit? Dann ist wohl der Polterabend in vollem Gange. Doch was hat es mit dem Poltern auf sich und was muss geplant werden?

Die Tradition des Polterns

Die erste Aufgabe des Brautpaars, die schon im Vorfeld der Ehe zu lösen ist, ist das Zusammenkehren der Scherben beim Polterabend. Beim Zerbrechen von Porzellan und Keramik geht es meist lautstark zu und so soll es auch sein – denn man sagt, dass so das Böse vertrieben werden soll. Glas und Spiegel dürfen übrigens nicht auf den Boden geworfen werden. Zerbrochene Spiegel stehen für 7 Jahre Pech und Glas symbolisiert Glück – das möchten wir dem zukünftigen Ehepaar lieber erhalten.

Woher der Hochzeitsbrauch kommt, ist nicht ganz klar. Was wir jedoch wissen, er hat eine lange Tradition. Man geht davon aus, dass die Wurzeln des Polterabends bereits vor der Entstehung des Christentums liegen.

Die Planung des Polterabends

Beim Polterabend sollte nur Keramik oder Porzellan zu Bruch gehen, denn zerbrochenes Glas und Spiegel bringen Unglück.

Beim Polterabend sollte nur Keramik oder Porzellan zu Bruch gehen, denn zerbrochenes Glas und Spiegel bringen Unglück.

Traditionell fand der Polterabend am Abend vor der Hochzeit statt. Heutzutage wird der Brauch meist deutlich früher gefeiert: entweder einige Tage oder sogar Wochen vor der Hochzeit, denn am Tag der Trauung soll das Brautpaar und natürlich auch die Gäste fit sein.

Eine detailierte Planung für den Abend ist in der Regel nicht notwendig. Für Getränke und Essen sollte dennoch gesorgt sein. Es sollte aber nicht aufwendig und teuer sein. Am besten ihr schaut, ob die Getränke auf Kommission kaufen könnt, denn dann können unangebrochene Getränke wieder zurückgegeben werden. Beim Essen gibt es viele Möglichkeiten. Bei der günstigen Variante kann beispielsweise auf Suppe, belegte Brötchen, Würstchen oder ähnliches zurückgegriffen werden. Auch können die ein paar Gäste gefragt werden, ob sie einen Salat zum Essen beisteuern würden. Alternativ kann natürlich auch Caterer beauftragt werden, wenn die Polterabendkasse nicht zu knapp ist.

Nicht vergessen: Für das gemütliche Zusammensein werden natürlich Geschirr, Besteck, Servietten sowie Gläser und Flaschenöffner benötigt. Ein paar Haushaltsutensilien wie Müllbeutel, Putzlappen, Spülmittel und Eimer können auch nicht schaden.

Einladung zum Poltern?

Eine förmliche Einladung zum Poltern gibt es in der Regel nicht. Das heißt aber auch, dass man sich nie sicher sein kann, wieviele Gäste erscheinen. Es kann zum Beispiel per E-Mail, telefonisch oder auch schriftlich eingeladen werden. Auf jeden Fall sollte um Rückmeldung gebeten werden, damit man zumindest eine ungefähre Anzahl an Gästen hat. Oft erscheinen aber auch Nachbarn, Bekannte oder alte Schulfreunde, die man gar nicht auf den Schirm hatte. Aus diesem Grund sollte tendenziell immer mit ein paar mehr Gästen gerechnet werden.

Location& Musik

Ob Zuhause gepoltert wird oder etwas angemietet werden sollte, hängt von mehreren Faktoren ab. Bei einer großen Gästeanzahl bietet es sich an, einen Saal oder ähnliches zu mieten. Hier sollte allerdings abgeklärt werden, dass das Poltern auch tatsächlich erlaubt ist. Immerhin wird gefeiert und zeitweise wird es mit Sicherheit etwas lauter. Zudem stellt sich die Frage, ob die Scherben vor Ort entsorgt werden können und ob Getränke und Essen von einem Wirt abgenommen werden müssen.
Sollte das eigene Zuhause genügend Platz bieten, kann der Polterabend natürlich auch hier stattfinden. Da man sich bei uns nie sicher sein kann, was das Wetter so macht, kann ein Zelt aufgestellt werden.

Da es was zu feiern gibt, sollte Musik nicht fehlen. Je nach Größe des Polterabends muss das Brautpaar entscheiden, ob sich ein DJ oder gar Live Musik lohnt. Meist findet man auch im eigenen Bekanntenkreis Hobby-DJ und mit etwas Glück sogar entsprechendes Equipment. Alternativ kann eine Playlist erstellt werden, die am Abend abgespielt wird.

Was beim Polterabend nicht vergessen werden sollte: Es werden auf jeden Fall Besen und Schaufel benötigt – so kann das Fegen beginnen!

Bild 1: © Maran Garai/Shutterstock

 

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