Brautjungfern – Bedeutung, Aufgaben & mehr

Bild: Braut mit vier BrautjungfernWas ist eine Brautjungfer und wie helfen sie dem Brautpaar am Hochzeitstag? Woher kommt der Brauch und wie ist das mit den Brautjungfernkleidern? Hier habe ich die Infos für euch zusammengefasst.

Frühere Bedeutung

Traditionell sollten im Mittelalter die Brautjungfern die bösen Geister von der Braut fernhalten und somit die Ehe schützen. In ebenfalls festlichen Kleidern zogen sie vor der Braut in die Kirche ein und standen neben der Braut am Altar. Das sollte beim Bösen für Verwirrung sorgen, denn wer ist denn nun bei so vielen hübsch gekleideten Jungfrauen die Braut? Heute rückt diese Bedeutung in den Hintergrund. Brautjungfern kommt nichtsdestotrotz eine wichtige Bedeutung zu.

Was ist eine Brautjungfer heute?

Weder Trauzeugen noch Brautjungfern sind verpflichtend für eine Hochzeit. Anders als die Trauzeugin, die die Eheschließung mit ihrer Unterschrift beurkundet, haben Brautjungfern keine formelle Aufgabe. Dennoch nehmen sie eine wichtige Rolle bei der Hochzeit ein: Sie helfen bei den Vorbereitungen, unterstützen am Hochzeitstag und sind die Vertrauenspersonen der Braut.

Deko und Gastgeschenke gemeinsam aussuchen, am großen Tag kontrollieren, ob alles den Wünschen der Braut entspricht, ins Kleid helfen, den Schleier tragen…so können Bridesmaids helfend zur Seite stehen. Meist sind die Brautjungfern gemeinsam mit der Trauzeugin für den Junggesellinenabschied oder die Bridal-Shower zuständig und sorgen für einen unvergesslichen gemeinsamen Abend unter Freundinnen.

Die Aufgaben der Brautjungfern sind also sehr vielfältig und haben eine große Bedeutung für den reibungslosen Ablauf. Deshalb solltest du als Braut vorab überlegen, wer dir nahe steht und wem du diese Aufgaben zutraust. Wie der Name schon sagt, waren Brautjungfern ursprünglich unverheiratete Frauen. Heutzutage wird darauf nicht mehr das Hauptaugenmerk gelegt.

Das perfekte Outfit

Meist erkennt man die Brautjungfern auf den ersten Blick, denn sie tragen oftmals ähnliche Kleider – Farbe und/oder Schnitt sind aufeinander abgestimmt. Weiß und Creme sind dabei nicht die Regel, denn die Braut soll schließlich im Mittelpunkt stehen. Es muss aber nicht immer das Kleid sein, dass die Zusammengehörigeit symbolisiert. Auch können dieselben Accessoires das ausdrücken.

Das Wichtigste ist immer, dass sich die Beteiligten wohlfühlen und die Brautjungfern neben ihren Aufgaben gemeinsam mit dem Brautpaar und Gästen entspannt feiern können. Deshalb sollten Ideen und Wünsche auf jeden Fall ausgetauscht werden und offen über die Frage des Outfits gemeinsam entschieden werden.

Wer zahlt die Brautjungfernkleider?

Oft stellen sich sowohl Brautpaar als auch die Brautjungfern die Frage, wer die Kosten übernimmt. Prinzipiell stehen Braut und Bräutigam nicht in der Pflicht die Brautjungfernkleider zu bezahlen. Besonders wenn den Brautjungfern freie Hand gelassen wird und zum Beispiel nur Farbe und ein bestimmtes Accessoire ans Herz gelegt wird, ist eine Beteiligung nicht zwangsläufig. Je kostenintensiver und ausgefallener die Kleiderordnung und -wünsche des Hochzeitspaars sind, desto eher halten natürlich auch die Brautjungfern eine Finanzspritze für angemessen. Als Braut sollte das Thema ganz offen mit den Freundinnen besprochen werden.

Ander Länder, andere Sitten? Bridesmaid und Groomsmen

In den USA sind Bridesmaids das Pendant zu unseren Brautjungfern. Aus den Reihen der Bridesmaids kommt auch die Maid of Honor – bei uns vergleichbar mit der Trauzeugin. Bei den Männern verhält es sich übrigens ähnlich in Amerika. Denn auch der Bräutigam kann auf männliche Unterstützung mit seinen Groomsmen bauen. Der Best Man übernimmt die Aufgabe des Trauzeugen. Auch im deutschsprachigen Raum wird es immer beliebter, dass der Bräutigam Groomsmen an seiner Seite hat und die besten Freunde des Brautpaars somit zur gelungenen Hochzeit beitragen.

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1: IVASHstudio/Shutterstock

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